Island Tour

Hallo liebe Leute,

es ist endlich soweit – es geht nach Island. Es wird ein 12-tägiger Offroad Trip mit einem Toyota Landcruiser 4×4 rund um die gesamte Insel. Ich weiß nicht, was da alles auf mich zukommen wird, aber es wird ein echtes Abenteuer. Wann kann man mit dem Auto schon mal Flüsse durchqueren? Oder nachts auf einsamen Lavafeldern unter dem Nordlicht campen?

Wenn alles gut geht und ich mich nicht irgendwo festfahre, wird das ein grandioser Urlaub in einer grandiosen, urtümlichlichen Landschaft, in der man das Wirken der Natur aus erster Hand erleben kann.

Quote

“If you’re always looking back at what you’ve lost,
you’ll never discover the treasure
that lies just up ahead.”

J.E.B. Spredemann

Reisetagebuch Slowenien 2015

So, das ist nun das Ende des letzten Tages in Slowenien. Das wichtigste zuerst: Es war ein schöner Urlaub. Es ist zwar nicht so gelaufen, wie ich ihn geplant hatte, aber er war nicht schlecht.

Ich wollte eigentlich Wildwasserkajak fahren lernen, Daraus ist nichts geworden. Nicht, dass ich das nicht begriffen hätte, nein, daran hat es nicht gelegen. Ich bin an meine körperlichen Grenzen geraten; am ersten Tag! Wir waren noch gar nicht auf dem Fluss, sondern auf einem wunderschönen See. Das Wasser war glasklar und schimmerte in den verschiedensten Grüntönen. Und dahinter die Berge. Es war atemberaubend.

Der Tag war für mich äußerst anstrengend. Ich habe einen Anfängerkurs gebucht. Insofern habe ich alles richtig gemacht. Ich war mir allerdings nicht im Klaren, welch körperliche Anstrengung es bedarf, das Kaja nicht kentern zu lassen und es vorwärts zu treiben. Ein Sporturlaub, auch wenn es ein Anfängerkurs ist, ist für sportliche, durchtrainierte Menschen! Und davon bin ich nun weit entfernt.

Am zweiten Tag ging es zur Soca. Ein wunderbarer Fluss. Das Wasser ist glasklar. Er schimmert von dunkelgrün bis leuchtend hellgrün. Es war einfach nur schön. Aber ich kam noch nicht einmal mehr alleine in meine Paddlerjacke. In meinem ganzen Körper hatte ich Muskelkater und die Muskeln waren übersäuert. Das war der Moment, an dem ich abbrach. Ich habe mich mit dem Neoprenanzug dann in den Fluss gelegt – der Anzug isoliert wirklich gut, so dass das kalte Wasser angenehm warm war – und habe die anderen auf dem Fluss ziehen lassen. Das war also mein Kajak Urlaub.

Wenn ich doch noch Kajak fahren lernen will, werde ich es wohl anders anfangen. Jetzt weiß ich ja, was mich erwartet. Ich werde vorher meine Fitness beträchtlich erhöhen müssen. Nadja, die Kursleiterin, hat mir auch einen 2 Tage Kurs angeboten, der wohl besser für mich geeignet wäre, weil ich mich nach der 2-Tage-Belastung schneller erholen könnte. Man wird sehen…

P1000028 P1000030  P1000034

Nun wurde es aber Zeit, den Urlaub neu zu organisieren. Ich habe mich entschieden in Slowenien zu bleiben, weil die Landschaft einfach atemberaubend ist. also, was bot sich an? Motorradtouren! Schnell mal gegoogelt und ein paar Ziele abgesteckt.

Der erste Tag ging nach Kranskja Gora. Weniger wegen der Stadt, sondern wegen des Weges. Ich habe mir eine serpentinenreiche Strecke ausgesucht. Kurvenfahren mit dem Motorrad macht Spaß. Nun ja, nicht mit jedem Motorrad. Ich habe festgestellt, dass ein Chopper für Serpentienen aufgrund der geringeren Bodenfreiheit eher ungeeignet ist. Ich werde mir für das nächste Mal eine andere Maschine zulegen müssen, um das richtig auskosten zu können. Die nächsten beide Tage also weg von den Bergen ins Landesinnere.

  • Eingang zur Höhle

Nach Postojna ging es am nächsten Tag. Zum Teil über die Autobahn Strecke machen. In Postojna gibt es die größte Kaarsthöhle Sloweniens. Und sie sind stolz auf ihre Höhle, die vor 5 Millionen Jahren entstand. Alles dort ist hoch organisiert. Für den touristischen Bedarf haben sie eine große Anlage vor dem Eingang der Höhle mit zig Geschäften aufgebaut. Beim Kauf der Tickets wird man direkt nach seiner Sprache gefragt, damit man bei der Führung auch alles versteht.Und unsere Führerin konnte nicht nur hervorragend deutsch, sie sah auch spitze aus 😉

Die Höhlen selbst waren gewaltige Tropfsteinhöhlen mit einer Höhe von bis zu 30 Metern; gewaltig! Auch die Temperatur kam mir sehr gelegen. Als ich auf den Beginn der Führung warten musste, ist mir bei über 30°C doch recht warm geworden. Aber in den Höhlen selbst hatte ich meine Wohlfühltemperatur von 8 – 10°C. anderthalb Stunden Entspannung. Die Rückfahrt war wieder entspannend. Nicht zu starke Kurven, so dass ich gut in den Flow gekommen bin.

Da ich auf dem Campingplatz geblieben bin, konnte ich auch weiter mit der Gruppe essen, die sehr nett war. Als ich ankam stand direkt der Teller mit der vegetarischen Linsensuppe auf dem Tisch. Lecker!

Heute, am letzten Tag, ging es nach Bled. Bled wartet mit einer mittelalterlichen Burg mit herrlicher Aussicht auf und lädt mit dem Bledder See, einem Gletschersee, der in der Mitte eine Insel übrig gelassen hat, auf der eine Marienkirche steht, die man nur mit dem Boot erreichen kann, zum Verweilen ein.

So, jetzt gleich grillen wir noch und dann muss ich auch schon langsam packen. Die Fahrt wird noch mal eine Herausforderung, aber dann habe ich auch meine Emma wieder. Hoffentlich nimmt sie mir den Aufenthalt in der Pension nicht allzu übel. Dann könnte ich es auch mal öfters machen 🙂

Hello world!

Hier werde ich alle meine Reisen, die ich noch zu unternehmen gedenke, dokumentieren. Es werden Motorradreisen werden. Allein, mit der Maschine, die Straße entlang. Durch eine Vielzahl von Landschaften und Regionen, vorbei an großen und kleinen Städten, in die Wildnis.